Goodbye Germany, Hello Australia!

Nun bin ich also seit knapp einer Woche in Australien.

Der Tag meiner Abreise aus Deutschland kam in großen Schritten, jedoch war der Gedanke, dass ich nur „wenige“ Stunden später am anderen Ende der Welt sein würde, ziemlich unwirklich.

Unterwegs

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Auf dem Weg zum Flughafen in Berlin.

Meine Reise startete ich von Berlin aus, wo es zunächst 6h mit dem Flugzeug nach Abu Dhabi ging und anschließend weitere 13h nach Melbourne. Ich bin eigentlich kein großer Freund vom (Langstrecken-)fliegen, aber sobald man im Flieger sitzt, ist man eh ausgeliefert und so habe ich versucht, die Gedankenmaschine auszuschalten und mich ganz emotionslos meinem Schicksal zu ergeben. 😉 Bis auf ein paar stärkere Turbulenzen auf dem zweiten Flug gab es auch keine Probleme. Okay – ein defekter Tür-Sensor im ersten Flugzeug, dessen Reparatur uns nur eine 1h Zeit gekostet hatte. War aber nicht weiter schlimm, da ich in Abu Dhabi eh knapp 5h Aufenthalt hatte.

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Blick auf Abu Dhabi.

Der Blick auf den Flughafen in Abu Dhabi hat mich übrigens sehr fasziniert. Rein theoretisch weiß man ja, dass es in dieser Region sehr heiß und sandig ist, aber der Blick über die von Straßen strukturierten Wüstenflächen hatte was für sich! Im Flieger nach Melbourne war es dann erstaunlicher Weise ziemlich leer, so dass allein in meinem Abteil fast jeder Passagier eine 3er oder 4er Sitzreihe für sich hatte – perfekt, um doch mal die Beine hochlegen zu können! Wirklich schlafen konnte ich trotzdem nicht. Dafür war ich viel zu sehr mit Essen und Filme gucken beschäftigt. 😀

Ankunft in Melbourne

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Sonnenaufgang in Melbourne.

In Melbourne gelandet, ging es dann erst einmal mit dem Bus ins Stadtzentrum, wo ich einen wunderbaren Sonnenaufgang zwischen den zahlreichen Wolkenkratzern erleben konnte. Voll bepackt habe ich mir um den Bahnhof herum noch etwas die Beine vertreten, bevor es dann mit dem Zug weiter in einen kleinen Vorort von Melbourne ging. Dort durfte ich eine Nacht bei Freunden eines Freundes aus der Heimat nächtigen. Zusammen mit Daniel habe ich den Tag mit Sightseeing verbracht. Bei einem Päuschen auf dem Federation Square wurde ich lustiger Weise von einem Filmteam angesprochen, ob ich bei einer Umfrage mitmachen würde – was ich mir als geübte Fernsehmoderatorin natürlich nicht nehmen lassen konnte! Erster Tag in Australien und schon auf dem Weg zur lokalen Prominenz… Check! 😉

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Am Strand von St. Kilda mit Blick auf Melbourne’s Skyline.

Im Anschluss ging es noch an den Strand in St. Kilda – Wassertemperatur leider unbefriedigend. In Melbourne wird es gerade Herbst und neben sehr wechselhaften Tagestemperaturen ist es hier auch sehr windig. Allzu lange werde ich hier also nicht verweilen. Nach dem Strand ging es wieder zurück in die City und auf den Aussichtspunkt im Eureka Skydeck. Da es schon bald wieder dunkel wurde, hatten wir einen tollen Ausblick auf das beleuchtete Melbourne am Abend. Zum Abschluss des Tages folgten wir der Einladung von Daniels Freunden zu Speis und Trank bei einem lokalen Take-away. Das Essen war super lecker – aber wie erwartet leider auch super teuer! Da gefrieren einem schon mal die Finger beim Griff in den Geldbeutel… Aber man gönnt sich ja sonst nichts und am ersten Tag darf man das auch mal!

Hostel und der erste Roadtrip

Am nächsten Tag ging es für Daniel dann auch schon wieder zurück nach Deutschland und ich war auf mich allein gestellt. Was gibt es da besseres, als ins Hostel zu ziehen, um andere Backpacker kennenzulernen? Gesagt, getan. In Deutschland hatte ich bereits eine Woche im 14-Bett-Zimmer gebucht. War/ ist am günstigsten und vom Jakobsweg 2010 bin ich auch schon größere Unterkünfte gewohnt. Dennoch war es nach meinem bisher recht angenehmen Studentenleben doch eine Umstellung, zumal nicht alle Hostelbewohner dasselbe Verständnis von Sauberkeit haben. Aber man passt sich halt an und schraubt die eigenen Ansprüche runter. Viel wichtiger ist außerdem: socializing! Das geht natürlich am besten beim Essen und Kochen in den Gemeinschaftsräumen des Hostels.

Historischer Marker: Beginn der Great Ocean Road.
Historischer Marker: Beginn der Great Ocean Road.

Und so ergab sich auch direkt am ersten Abend, dass ich am folgenden Tag mit drei weiteren Mädels meinen ersten Roadtrip machen konnte: Mit einem Mietwagen die Great Ocean Road an der Süd-Ost-Küste Australiens. An diesem Tag hatten wir auch super Glück mit dem Wetter und überwiegend Sonne. Mir wurde aber auch zum ersten Mal die Weite des Landes bewusst. Insgesamt hatten wir ca. 10h Fahrtzeit mit dem Auto, jeweils 5h hin und zurück, Maximalgeschwindigkeit 100km/h. Teile der Strecke führten durch Nationalparks mit endlosen Serpentinen und selten schneller als 60km/h. Auf dem Rückweg nach Melbourne durfte ich auch meine erste Erfahrung mit Linksverkehr selber fahren machen. Gewöhnungsbedürftig, aber geht!

Victoria State Library.
Victoria State Library.

Die folgenden Tage wurde es dann so richtig herbstlich im Melbourne. Neben ein bisschen weiterem Sightseeing habe ich auch die Victoria State Library mit kostenlosem Internet für mich entdeckt, um diverse Dinge zu organisieren und meine weitere Reise in den Norden zu planen. Nächster Halt: Sydney! 😀 Diese Strecke werde ich mit zwei weiteren Backpackern 10 Tage lang im Campervan antreten. Wird bestimmt lustig! Auch hier habe ich mich einfach mit diversen Leuten im Hostel unterhalten, um eine Reisebegleitung zu finden. Was im Übrigen gar nicht so einfach ist, da zu dieser Jahreszeit (Herbst/Winter) nicht so viele Backpacker in Australien starten und man im Hostel vorwiegend schon bestehende Reisegruppen trifft, die das meiste schon gesehen haben oder aktuell einem Job nachgehen. Aber „irgendjemanden“ findet man dann zum Glück doch immer. 🙂

Melbourne im Fazit

Da mir das Wetter leider einen Strich durch meine Sightseeing-Rechnung gemacht hat, muss ich auf jeden Fall nochmal wiederkommen! Melbourne ist eine tolle Stadt, die für mich persönlich vor allem durch ihre architektonische Vielfalt besticht. Neben den zahlreichen Wolkenkratzern gibt es auch tolle kleinere Gebäude, optisch keines wie das andere. Irgendwann habe ich auch aufgehört zu versuchen, alles zu fotografieren, denn das schafft man in Melbourne wohl kaum. Am meisten haben es mir aber die Häuser im Western-Look angetan, schmal und mit hohen Frontfassaden, vor allem in den Vororten zu finden. Melbourne hat aber auch viele tolle Parks (wegen des Wetters weniger nutzbar) und unglaublich viele Cafés (leider teuer!). Dafür überzeugt die Stadt aber mit einem ausgeklügelten Nahverkehrssystem, bei dem man in der Innenstadt gratis Straßenbahn fahren kann! Da könnten sich einige deutsche Städte mal was abgucken… Generell ist die Stadt auch sehr jung. Ich kann mich kaum bis gar nicht erinnern, hier mal ältere Leute auf der Straße gesehen zu haben. Auch wenn ich es selbst nicht so mag, wenn die Straßen so extrem voll sind, stört es mich in Melbourne kaum. Es ist halt ein ganz eigenes, besonderes Flair.

Impressionen

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